Nach einem turbulenten Wochenausklang stehen die internationalen Finanzmärkte vor einer entscheidenden Phase. Die Kombination aus hartnäckig hoher Inflation, eskalierenden Handelskonflikten und wachsenden Rezessionssorgen drückt die Stimmung der Investoren. Vor allem die Wall Street musste deutliche Verluste hinnehmen, doch auch europäische Börsen blieben nicht verschont. Wie wird sich der Markt in den kommenden Tagen entwickeln? Welche Ereignisse könnten für weitere Unsicherheiten sorgen? Ein Blick auf die wichtigsten Faktoren, die die neue Woche prägen werden.
Wall Street: Erholung oder weiterer Absturz?
Die US-Börsen mussten am Freitag einen massiven Ausverkauf hinnehmen. Besonders der Nasdaq geriet stark unter Druck und verzeichnete mit einem Rückgang von 2,7 Prozent die schwersten Verluste unter den großen Indizes. Auch der S&P 500 und der Dow Jones schlossen mit deutlichen Abschlägen. Die Technologiebranche leidet nicht nur unter einer nachlassenden KI-Euphorie, sondern auch unter wachsenden Bedenken hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit gegenüber chinesischen Konkurrenten. Sollte sich die Stimmung an den Märkten nicht stabilisieren, könnte die neue Woche weitere Korrekturen bringen.
Inflation bleibt das beherrschende Thema
Die jüngsten Daten des US-Handelsministeriums dämpfen Hoffnungen auf eine baldige Entspannung bei der Inflation. Der PCE-Kernindex, das bevorzugte Inflationsmaß der US-Notenbank, stieg von 2,7 auf 2,8 Prozent. Dies könnte die Fed dazu veranlassen, an ihrer restriktiven Geldpolitik festzuhalten und geplante Zinssenkungen hinauszuzögern. Die Märkte werden in der neuen Woche mit Argusaugen auf weitere Konjunkturdaten blicken, die Hinweise auf die künftige Zinspolitik geben könnten.
US-Verbraucherstimmung auf Talfahrt
Die wirtschaftliche Unsicherheit spiegelt sich auch im Konsumverhalten wider. Der von der Universität Michigan erhobene Index zum US-Konsumklima fiel auf den niedrigsten Stand seit November 2022. Verbraucher sorgen sich zunehmend um steigende Preise und eine unsichere Zukunft. Dies könnte sich in schwächeren Einzelhandelsumsätzen und einem nachlassenden Wirtschaftswachstum niederschlagen, was wiederum die Märkte weiter belasten würde.
DAX weiter unter Druck
Auch der deutsche Aktienmarkt konnte sich dem negativen Trend nicht entziehen. Der DAX verlor am Freitag 0,96 Prozent und beendete die Woche mit einem Minus von 1,9 Prozent. Nach dem Erreichen eines Rekordhochs Anfang des Monats hat der Index nun über 1.000 Punkte eingebüßt. Die schleppenden Verhandlungen über das geplante Fiskalpaket in Deutschland sowie geopolitische Unsicherheiten setzen den Märkten zu. Sollte sich die Unsicherheit fortsetzen, könnten weitere Abgaben folgen.
MDAX im Abwärtssog
Noch deutlicher traf es den MDAX, der am Freitag um fast 2,7 Prozent nachgab. Der Index hat seine Kursgewinne der vergangenen Wochen fast vollständig abgegeben und könnte weiter unter Druck geraten, sollten die Sorgen um die Konjunktur anhalten. Insbesondere mittelständische Unternehmen, die stark exportabhängig sind, leiden unter der aktuellen Handelspolitik und den steigenden Kosten.
Politik dominiert die Märkte
Die Finanzmärkte bewegen sich aktuell in einem politisch geprägten Umfeld. Die unklare Lage rund um die Zollstreitigkeiten der USA mit China und Europa sorgt für Nervosität. Anleger meiden zunehmend Risiken und setzen stattdessen auf sichere Häfen wie Anleihen und Gold. Auch die asiatischen Börsen waren bereits schwächer in das Wochenende gegangen, was für einen schwierigen Wochenstart sprechen könnte.
Fazit: Eine richtungsweisende Woche steht bevor
Die kommende Woche dürfte für Investoren richtungsweisend sein. Entscheidend wird sein, ob sich die Märkte nach den jüngsten Verlusten stabilisieren oder ob weitere Abgaben drohen. Inflationsdaten, neue Wirtschaftszahlen und politische Entwicklungen werden die Taktgeber sein. Anleger sollten auf eine anhaltend hohe Volatilität gefasst sein und ihre Portfolios entsprechend ausrichten.
Ausblick auf die kommende Woche – 14.KW 2025
In der ersten Aprilwoche stehen eine Vielzahl wichtiger Wirtschafts- und Unternehmensdaten auf der Agenda. Während in China und Japan Stimmungsindikatoren und Konjunkturindikatoren neue Impulse liefern, richtet sich der Blick in Europa auf Inflationszahlen, Einkaufsmanagerindizes und Unternehmensbilanzen. Die Europäische Zentralbank bleibt mit hochkarätigen Reden und Veröffentlichungen im Fokus, während in den USA die Arbeitsmarktdaten und neue Entwicklungen in der Handelspolitik von besonderem Interesse sind. Ein Überblick über die wichtigsten Termine der Woche.
MONTAG, 31. MÄRZ 2025
Der Wochenauftakt bringt frische Konjunkturdaten aus China, darunter die PMI-Indizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor. In Deutschland legen unter anderem die Knaus Tabbert Group, Springer Nature und Wienerberger ihre ausführlichen Jahresberichte vor. Zudem veröffentlichen Unternehmen wie Norma Group, Aumann und Drägerwerk ihre Geschäftszahlen. Bertelsmann, Cancom und weitere Unternehmen folgen mit detaillierten Zahlen. Auf makroökonomischer Ebene stehen in Deutschland die Einzelhandelsumsätze sowie die Import- und Exportpreise für Februar an. Zudem werden regionale Verbraucherpreise für verschiedene Bundesländer veröffentlicht, bevor am Nachmittag die vorläufige Inflationsrate für ganz Deutschland folgt. In Italien gibt es ebenfalls Inflationsdaten für März. Am US-Markt richtet sich der Fokus auf den Chicago-Einkaufsmanagerindex und die Zahl offener Stellen (JOLTS) für Februar.
DIENSTAG, 1. APRIL 2025
Der Tag startet mit dem Tankan-Bericht der Bank of Japan, der Aufschluss über die wirtschaftliche Stimmung im ersten Quartal gibt. Auch China liefert neue PMI-Daten für das verarbeitende Gewerbe von Caixin/S&P Global. Die Reserve Bank of Australia trifft ihre geldpolitische Entscheidung. In Europa werden zahlreiche Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht, darunter aus Italien, Frankreich, Deutschland, der Eurozone und Großbritannien. Die Eurozone meldet außerdem Arbeitsmarktdaten und eine Vorabschätzung der Verbraucherpreise für März. EZB-Präsidentin Christine Lagarde eröffnet eine Konferenz zur wirtschaftlichen Bedeutung von Künstlicher Intelligenz, während EZB-Direktor Cipollone eine Keynote in Kroatien hält. Am Nachmittag stehen in den USA die Bauausgaben sowie der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe im Fokus. Zudem hält Continental eine Telefonkonferenz zum ersten Quartal ab.
MITTWOCH, 2. APRIL 2025
In Deutschland veröffentlicht die Auto1 Group ihr Jahresergebnis, während der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) neue Zahlen zu den Auftragseingängen im Maschinenbau für Februar vorlegt. In den USA rückt der ADP-Arbeitsmarktbericht in den Fokus, gefolgt von den Auftragseingängen in der Industrie. Rohstoffhändler und Investoren erwarten die wöchentlichen Lagerbestandsdaten der Energy Information Administration (EIA). Die Europäische Zentralbank bleibt mit verschiedenen Redebeiträgen hochrangiger Vertreter im Rampenlicht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer Rede von EZB-Chefvolkswirt Philip Lane zur wirtschaftlichen Bedeutung von KI. In den USA gibt Amgen nach Börsenschluss seine Quartalszahlen bekannt. Zudem wird US-Präsident Trump eine Ankündigung zu neuen reziproken Zöllen machen.
DONNERSTAG, 3. APRIL 2025
Der Tag beginnt mit den Caixin/S&P Global PMI-Daten für den chinesischen Dienstleistungssektor. In der Schweiz wird der Verbraucherpreisindex für März veröffentlicht. In Europa dominieren erneut Einkaufsmanagerindizes für den Dienstleistungssektor aus Frankreich, Deutschland, Italien und der gesamten Eurozone. Die Aurubis AG hält ihre Hauptversammlung ab, während die DHL Group einen Kapitalmarkttag veranstaltet. Die EZB veröffentlicht das Protokoll ihrer letzten Zinssitzung, was Aufschluss über zukünftige geldpolitische Entscheidungen geben könnte. In den USA stehen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Handelsbilanz für Februar auf der Agenda. Am Nachmittag folgen weitere US-Konjunkturdaten, darunter der ISM-Index für das nicht-verarbeitende Gewerbe. Zudem treten neue US-Zölle auf deutsche Autos in Kraft.
FREITAG, 4. APRIL 2025
Der Wochenausklang bringt die Auftragseingänge und Umsätze für das deutsche verarbeitende Gewerbe im Februar sowie die Umsätze im Dienstleistungsbereich für Januar. Frankreich veröffentlicht seine Industrieproduktionszahlen. In den USA rücken die mit Spannung erwarteten Arbeitsmarktdaten für März in den Fokus. Zudem bleibt der Handel in China und Hongkong aufgrund eines Börsenfeiertags ausgesetzt.
DAX

DAX bleibt unter Druck – Anleger bleiben vorsichtig
Schwäche zum Wochenschluss
Die Unsicherheit an den Finanzmärkten setzte sich auch zum Ende der Woche fort. Der DAX notierte durchweg im Minus und schwankte zwischen 22.614 und 22.377 Punkten. Letztlich beendete der deutsche Leitindex den Handel mit einem Abschlag von 0,96 Prozent bei 22.461 Zählern. Damit summiert sich der Wochenverlust auf rund 1,9 Prozent.
Die anfängliche Euphorie über das milliardenschwere Konjunkturpaket der möglichen Regierungskoalition aus CDU/CSU und SPD ist längst verflogen. Die schleppenden Verhandlungen lassen Zweifel an der Umsetzung aufkommen. Seit dem Rekordhoch von 23.476 Punkten zu Monatsbeginn hat der DAX nun über 1.000 Punkte eingebüßt.
MDAX unter massiven Verkaufsdruck
Noch deutlicher erwischte es den MDAX. Nachdem der Index Anfang des Monats an der Marke von 30.000 Punkten kratzte, setzte ein deutlicher Rückgang ein. Am Freitag rutschte der Index um 2,69 Prozent auf 27.857 Punkte ab – ein überdurchschnittlich hoher Tagesverlust.
Politik dominiert die Märkte
Die Ankündigung neuer Handelszölle durch US-Präsident Donald Trump sorgt weiterhin für Verunsicherung. Die globalen Märkte reagieren nervös, denn niemand kann derzeit abschätzen, welche wirtschaftlichen Konsequenzen sich aus dem eskalierenden Handelskonflikt noch ergeben. Vor diesem Hintergrund meiden Investoren zunehmend Risiken. Auch die asiatischen Börsen verzeichneten bereits schwächere Kurse.
Wir sehen derzeit einen politisch getriebenen Markt mit hoher Volatilität. Die Stimmung kann sich schnell drehen“, erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. Er geht von einer weiterhin unsicheren Entwicklung aus.
Technische Hürde für den DAX
Charttechnisch sendet der DAX mit dem Rutsch unter das Vortagestief bei 22.469 Punkten ein bedenkliches Signal. Sollten die Marken bei 22.200 bis 22.300 Punkten ebenfalls fallen, könnte sich die Korrektur bis in den Bereich von 21.500 Zählern fortsetzen, warnt Marktanalyst Molnar von RoboMarkets.
Euro setzt Erholung fort
Der Devisenmarkt zeigte sich hingegen stabiler. Der Euro verteidigte seinen jüngsten Aufwärtstrend und notierte im US-Handel zuletzt bei 1,0827 Dollar – rund einen Cent über dem Vortagestief. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0797 Dollar fest, nach 1,0785 Dollar am Vortag.
Während die Inflation in Frankreich im März mit 0,9 Prozent überraschend stabil blieb, fiel sie in Spanien spürbar zurück. Dies hatte jedoch kaum Einfluss auf die Entwicklung der Gemeinschaftswährung.
EZB sieht Inflationsziel in Reichweite
Die harmonisierte Verbraucherpreisinflation (HVPI) für die Eurozone ging im März auf 2,2 Prozent zurück, nach 2,9 Prozent im Februar. Damit nähert sich die Teuerungsrate zunehmend dem Zielwert der Europäischen Zentralbank von zwei Prozent an.
Die Inflationsentwicklung ist erfreulich“, erklärte EZB-Vizepräsident Luis de Guindos auf einer Veranstaltung in Spanien. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Preisstabilität innerhalb der kommenden Quartale nachhaltig erreicht wird. Auch Bundesbank-Präsident Joachim Nagel wertete die aktuellen Daten als positiven Hinweis und bezeichnete die jüngsten Entwicklungen als „ermutigend“.
Die Märkte bleiben dennoch angespannt. Anleger warten nun auf die nächste Zinsentscheidung der EZB im April, die weiteren Aufschluss über den künftigen geldpolitischen Kurs geben dürfte.
Fazit
Die Finanzmärkte stehen unter starkem Druck, und die Unsicherheit bleibt das dominierende Thema. Der DAX hat seine jüngsten Gewinne vollständig abgegeben und befindet sich nun in einer kritischen technischen Phase. Auch der MDAX musste deutliche Verluste hinnehmen, während die Wall Street vor allem im Technologiesektor unter massivem Verkaufsdruck steht. Die Nervosität unter den Investoren nimmt weiter zu, da geopolitische Risiken und wirtschaftspolitische Entscheidungen für zusätzliche Volatilität sorgen.
Besonders die Zinspolitik der US-Notenbank bleibt ein Schlüsselfaktor für die Märkte. Die gestiegene Inflationserwartung könnte dazu führen, dass die Fed ihre restriktive Geldpolitik länger beibehält als bislang erhofft. Das würde den Druck auf Aktien weiter erhöhen und die Konjunkturerwartungen dämpfen. Gleichzeitig sorgt die Ankündigung neuer US-Zölle für Besorgnis, da die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen derzeit kaum abschätzbar sind.
Trotz der negativen Marktstimmung gibt es positive Signale aus Europa. Die Inflationsentwicklung in der Eurozone zeigt eine deutliche Annäherung an das EZB-Ziel von zwei Prozent, was der Zentralbank Spielraum für eine lockerere Geldpolitik geben könnte. Der Euro setzt seine Erholung fort, während sich die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Wirtschaft verstärkt. Doch ob diese Faktoren ausreichen, um eine nachhaltige Marktberuhigung einzuleiten, bleibt abzuwarten.
Letztlich bleibt das Umfeld herausfordernd, und Anleger müssen sich auf anhaltend hohe Schwankungen einstellen. Die Märkte sind derzeit stark von politischen und makroökonomischen Entwicklungen abhängig, sodass kurzfristige Trends schwer vorhersehbar sind. Entscheidend wird sein, wie die Notenbanken, Regierungen und Unternehmen auf die aktuellen Herausforderungen reagieren – denn nur klare Signale könnten der Unsicherheit Einhalt gebieten.
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