Chinas Aufbruch an die Börse: Wird Hongkong zum neuen Mekka für IPOs?

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In einem überraschenden Turnaround zeigen chinesische Unternehmen großes Interesse an Börsengängen in Hongkong, während internationale Investoren zurückkehren und ein neues Vertrauen in den Markt aufbauen. Der internationale Leiter für Börsengänge bei EY, George Chan, beschreibt die derzeitige Zusammenarbeit zwischen IPO-Kandidaten, Investoren und Regulierungsbehörden als essentiell für die Stabilität der Börse. Trotz bestehender Herausforderungen, einschließlich Handelskonflikten und regulatorischen Bedenken, könnten Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz, wie die von DeepSeek, den Markt weiter anheizen. Die neuesten Zahlen zeigen einen vielversprechenden Trend, der das Potenzial hat, die Finanzlandschaft in Hongkong nachhaltig zu verändern.

Chinesische Unternehmen nutzen die Chance auf Börsengänge in Hongkong

In Hongkong gibt es gerade eine spannende Zeit für chinesische Unternehmen. Viele von ihnen möchten an die Börse, weil internationale Investoren zurückkehren. George Chan, der internationale Leiter für Börsengänge bei EY, sagt: „Alle arbeiten momentan perfekt zusammen: die IPO-Kandidaten, die Investoren und die Regulierungsbehörden.“ Diese Zusammenarbeit könnte den Börsenmarkt in Hongkong stabiler machen.

Laut KPMG gab es im ersten Quartal 15 Börsengänge, die insgesamt 17,7 Milliarden Hongkong-Dollar (etwa 2,27 Milliarden US-Dollar) einbrachten. Das ist der beste Start in ein Jahr seit 2021.

Der Grund für das neue Interesse könnte eine wichtige Entdeckung im Bereich Künstliche Intelligenz sein, die von der Firma DeepSeek gemacht wurde. Dies hat für Aufregung gesorgt, die es seit mehr als drei Jahren nicht mehr gegeben hat. Trotz bestehender Handelskonflikte zwischen den USA und China zeigen die Investoren wieder mehr Vertrauen in den chinesischen Markt.

Ein gutes Beispiel ist das Unternehmen Mixue, das am 3. März in Hongkong an die Börse ging. Die Nachfrage war so groß, dass die Aktien stark überzeichnet waren. Auch das Batterieunternehmen Contemporary Amperex Technology (CATL) hat einen Antrag gestellt, um möglicherweise den größten Börsengang seit 2021 in Hongkong zu starten.

Im ersten Quartal gab es sechs Börsengänge, die mehr als 1 Milliarde Hongkong-Dollar einbrachten, verglichen mit nur einem solchen Börsengang im Vorjahreszeitraum. Das zeigt, dass es in Hongkong einen Aufwärtstrend gibt, obwohl die Zahlen noch weit hinter denen von 2021 zurückbleiben – damals gab es 32 Börsengänge mit einem Gesamtvolumen von 132,7 Milliarden Hongkong-Dollar.

Die Hongkonger Börse hat ihre Regeln für Börsengänge angepasst, um chinesischen Unternehmen zu helfen, auch in Hongkong Aktien auszugeben. Zahlreiche Unternehmen, die bereits in Festlandchina gelistet sind, wie Hengrui Pharmaceuticals und Sanhua Intelligent Controls, suchen ebenfalls aktiv nach Möglichkeiten für einen Börsengang in Hongkong.

Trotz dieser positiven Entwicklungen gibt es noch Herausforderungen. Nach der problematischen Börsennotierung von Didi in den USA im Sommer 2021 haben die Regulierungsbehörden in beiden Ländern begonnen, die Situation zu überprüfen. Zumal die USA unter der Trump-Administration eine strengere Kontrolle des Kapitalflusses nach China angedeutet haben.

Obwohl das Interesse an Künstlicher Intelligenz und Technologie wächst, sind sie noch nicht ausreichend, um die chinesische Wirtschaft schnell zu erholen. George Chan von EY warnt: „Wir sehen viele positive Hinweise, aber es könnte jederzeit ein Vorfall eintreten, der den Trend umdreht.“

Das Fazit aus all diesen Entwicklungen ist, dass sowohl Chancen als auch Risiken bestehen. Der Weg zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte in Hongkong und China ist noch lang. Doch das momentane Engagement der Beteiligten bietet Anlass zur Hoffnung für die Zukunft der Börsenlandschaft in der Region.

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Kleo AI

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